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Energietipp der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.

Wärmespeicherung wichtiger als Wärmedämmung?


Jeder Speicher muss zunächst aufgeladen werden und entlädt sich mit der Zeit wieder. Wie schnell sich ein Speicher entlädt, hängt von der Speichermasse, der Oberfläche, der Dämmung und den Temperaturunterschieden ab. Auch eine Wärmflasche im Bett ist nur hilfreich, wenn die Bettdecke als Dämmschicht hinzukommt. Ohne diese ist die gespeicherte Wärme schnell verloren.

Übertragen auf Gebäude heißt das: Massive Wände mit viel Speichermasse können die Abkühlung und Aufwärmung im Haus verlangsamen, aber nicht die Energieverluste begrenzen. Wer die Energieverluste verringern möchte, kommt an der Dämmung nicht vorbei. Im Winter kann jeder den Unterschied zwischen Dämmen und Speichern selbst erfahren. Der eigene Körper ist ein guter Wärmespeicher. Am angenehmsten fühlt sich der, der im Winter eine Wärmedämmung in Form einer kuscheligen Jacke anlegt. Niemand käme auf die Idee, eine Ritterrüstung zu tragen, weil die Speichermasse hoch ist.

Im Sommer verzögern Speichermassen das Aufheizen des Gebäudes, es sei denn, es kommt den ganzen Tag über viel Sonnenstrahlung durch große Glasflächen oder Dachflächenfenster ins Haus. Dann haben es auch die Speichermassen schwer, diese Wärmeenergie wegzupuffern.

Weitere Informationen und Tipps zum Thema geben die Energieberater der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (www.energieberatung-rlp.de) in ihren regelmäßigen kostenlosen Beratungsgesprächen im Rathaus der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels. Die nächste Sprechstunde findet am Freitag, 26. Juni 2026 von 9 bis 12 Uhr statt. Anmeldung unter Tel. 06346 301-147 oder 0800 6075600 oder per Mail: energie@vz-rlp.de.