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24.11.2017 - Landrat u. Bürgermeister hissen Fahne "frei leben - ohne Gewalt"


Nr. 502/2017 vom 24.11.2017
Medien-Info des Landkreises Südliche Weinstraße


Gegen häusliche Gewalt an Frauen:
Zum Gedenktag 25. November hissen Landrat und Bürgermeister die Fahnen


Am internationalen Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen“, am 25. November, werden am Kreishaus und in allen sieben Verbandsgemeinden des Landkreises Fahnen als sichtbares Zeichen wehen. Sie sollen zeigen, dass das Thema „Gewalt gegen Frauen“ an der Südlichen Weinstraße geächtet wird.
Gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragen des Landkreises, Barbara Dees, und der Gleichstellungsbeauftragen der Verbandsgemeinde Annweiler, Jutta Rink, machen sich Landrat Dietmar Seefeldt, Bürgermeister Kurt Wagenführer und sein Nachfolger Christian Burkhart gegen Gewalt an Frauen stark.

„Das Hissen der Fahne zum internationalen Gedenktag‚ Nein zu Gewalt an Frauen‘ stellt ein starkes Zeichen der Solidarität gegenüber Frauen dar. Ich freue mich, dass sich alle Verbandsgemeinden im Landkreis Südliche Weinstraße an der Aktion beteiligen und wir die Fahne in diesem Jahr bereits zum 17. Mal hissen können. Beginnend in Annweiler möchten wir die Fahne jährlich gemeinsam in einer anderen Verbandsgemeinde des Landkreises hissen, um so eine Geste gegen Gewalt an Frauen zu setzen“, betonte Landrat Dietmar Seefeldt.


Hissen die Fahne gegen Gewalt an Frauen vor der Verbandsgemeindeverwaltung in Annweiler: Landrat Dietmar Seefeldt, die Gleichstellungsbeauftragten Jutta Rink und Barbara Dees, Bürgermeister Kurt Wagenführer und sein Nachfolger Christian Burkhart (v.r.n.l.).

Foto: VGV Annweiler







Weltweit werden an diesem Tag mehr als 7.500 TERRE DES FEMMES Fahnen gehisst. Insgesamt erleiden weltweit etwa 35 Prozent aller Frauen Prügel, Vergewaltigung, sexuelle Nötigungen oder andere Taten, wie aus einer im Juni 2013 von der Weltgesundheitsorganisation veröffentlichten Studie hervorgeht. Auch in Deutschland, so eine Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte, hat jede dritte Frau seit ihrem 15. Lebensjahr bereits körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt. Die Folgekosten der Männergewalt werden in der Bundesrepublik auf rund 14,8 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt – hierin enthalten sind beispielsweise Kosten für Justiz und Polizei, aber auch für ärztliche und psychotherapeutische Behandlungen oder auch Ausfallzeiten am Arbeitsplatz.

Kaum ein Verbrechen in Deutschland wird so selten bestraft wie eine Vergewaltigung – obwohl es eine der häufigsten Formen von Gewalt an Frauen ist: Etwa alle drei Minuten wird in Deutschland eine Frau vergewaltigt. Doch nur jeder achte Täter wird verurteilt.

Im Rahmen des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen haben der Verein Frauen und Kinder in Not e. V. und die Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises SÜW und der Verbandsgemeinden Herxheim, Bad Bergzabern und Annweiler am 22. November 2017 einen Film zum Thema „Häusliche Gewalt“ im Kino Digital in Annweiler gezeigt.

Weitere Informationen erteilt das Frauenbüro SÜW, Barbara Dees, unter der Telefonnummer 06341/940-425 oder TERRE DES FEMMES: www.frauenrechte.de.

Hintergrund
Der Gedenktag am 25. November geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik. Wegen ihres politischen Widerstands gegen den Diktator Trujillo wurden sie am 25. November 1960 vom Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet. Der Mut der drei Frauen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.




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