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28.10.2017 - FFW Annweiler: Jahresabschlussübung


Brandbekämpfung und Menschenrettung in der Quodgasse

Zur Demonstration ihrer Leistungsfähigkeit hatte sich die Stützpunktwehr der Freiwilligen Feuerwehr Annweiler am Samstag, dem 28. Oktober 2017 für ihre große Jahresabschlussübung zwei Anwesen in der Quodgasse ausgeguckt. Dies bot sich perfekt an, weil beide Häuser demnächst abgerissen werden.

Zunächst konnte sich aber der Feuerwehr-Nachwuchs präsentieren. Hierzu gehören zum einen die drei- bis neunjährigen Bambinis, die eifrig ihre Schnelligkeit beim Löschen eines simulierten Brandes unter Beweis stellten.


Als nächstes war die Jugendfeuerwehr an der Reihe. Als Szenario wurde ein Brand im Reihenhaus in der Quodgasse 12 und 14 angenommen.
Schon sehen die interessierten Schaulustigen Rauch aus den Fenstern aufsteigen. Nach der Alarmierung wird über den Funkmeldeempfänger die Sirene ausgelöst. Über die Wassergasse sieht man die Trupps mit dem Handkarren anrücken.

Wie Florian Andt erklärt, erfolgt der Löschangriff ähnlich wie bei der aktiven Wehr. Schon früh lernen die Zehn- bis Fünfzehnjährigen die notwendigen vorbereitenden Grundzüge und arbeiten keineswegs mit Spielzeug. So wird auch gleich die Pumpe an der Queich in Stellung gebracht. Mittels Saugleitung wird die Wasserversorgung zum Verteiler sichergestellt. Von dort aus erfolgt über die Schläuche der Löschangriff. Der erste Angriffstrupp steht bereits parat - die Schläuche füllen sich - „Erstes Rohr – Wasser marsch“, hört man rufen und schon spritzt das Wasser aus dem Strahlrohr.

Eine ähnliche Übung zeigte anschließend die aktive Wehr. Neben der Brandbekämpfung  mussten in der engen Gasse darüber hinaus zwei Personen mit sog. Brandfluchthauben über die schmale Drehleiter der Feuerwehr aus Hauenstein gerettet werden. Wie Andt betonte, sei gerade bei einem solchen Einsatz das notwendige Tragen eines Atemschutzgerätes keine leichte Aufgabe. Ausgewählte Feuerwehrkameraden würden hierfür speziell ausgebildet.

Außer dem Einsatzleitwagen, der großen Drehleiter und dem erst vor kurzem eingeweihten zweiten Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 10-Tunnel), waren der DRK-Ortsverein Annweiler mit dem Schnelleinsatzzelt für die Versorgung der Verletzten vor Ort.


Natürlich war dies alles nur eine Übung. Tatsächlich musste die Feuerwehr aus Annweiler in diesem Jahr zu 113 Einsätzen ausrücken (Stand Mitte Oktober 2017) - hiervon 50 Brandeinsätze und 53 Technische Hilfeleistungen. Im Vergleich - im Jahr 2016 waren es insgesamt 173 Einsätze.


Für Kurt Wagenführer war es die letzte Teilnahme an einer Feuerwehrübung in seiner Funktion als Bürgermeister der VG Annweiler. Im Anschluss fand er viele lobende Worte für das herausragende ehrenamtliche Engagement der Feuerwehr Annweiler. „Ich danke Ihnen für eine unglaublich gute Arbeit, die man kaum genügend wertschätzen kann“, so Wagenführer. Die Feuerwehr sei eine der ältesten Bürgerinitiativen. Im Vergleich zu damals sei die Wehr mit Schlauch und Spritze heute eine High-Tech-Wehr geworden, die viele Ausbildungs- und Übungsstunden sowie Nervenstärke erfordere. Die Stützpunktwehr in Annweiler verfüge jedoch über einen hohen Ausbildungsstand und sei technisch sehr gut ausgestattet, so dass sie ihre Einsätze, wie in der Abschlussübung demonstriert, perfekt meistere. „Wir brauchen verantwortungsvolle Bürger wie Sie, die, ungeachtet sämtlicher persönlicher Risiken, Menschen sowie deren Hab und Gut retten!“, betonte der Bürgermeister abschließend.


Folgende Verpflichtungen, Bestellungen, Beförderungen und Ehrungen wurden ausgesprochen:
Verpflichtung von Martin Brucker.
Bestellung zum Gruppenführer von Jan Malewski und Sascha Scheurer.
Bestellung zum stellvertretenden Gruppenführer von Philipp Spielberger.
Beförderungen zum Feuerwehrmann/-frau von Alexander Burg, Jessica Gorski, Franziska Lehnberger, Sarah Schnetzer, Christiane Schmitt, Juliana Zilles, Thomas Held, Marc Müller, Philipp Spielberger, Michael Thürwächter, Julian Zimpelmann.
Weitere Beförderungen: Lucas Schempp (Oberfeuerwehrmann), Florian Rung und Eva Rung (Hauptfeuerwehrmann/-frau), Andreas Christmann (Löschmeister), Sascha Scheurer und Jens Merkel (Brandmeister), Thomas Bölken und Jan Malewski (Oberbrandmeister).
Ehrungen: Florian Andt, Lucas Schempp, Tobias Müller und Christian Mathes für 10 Jahre Feuerwehrdienst. Für bereits 20 Jahre erhielten Tobias Schnetzer, Gero Schumb und Bernd Pietsch die Verbandsgemeinde-Ehrenmedaille in Bronze.  



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