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28.11.2012 - 15 Jahre Bürstenbindermuseum Ramberg

Ramberg hat gleich doppelte Freude zum Feiern:
20 Jahre Heimat- und Museumsverein
15 Jahre Bürstenbindermuseum

 

Ganz ohne Redeskript konnte Ortsbürgermeister Dieter Schwarzmann am vergangenen Mittwoch, 28. November 2012, in der Ramburghalle die Entstehungsgeschichte des Bürstenbindermuseums Revue passieren lassen. Und dies fiel ihm nicht schwer, da er nach eigenem Bekunden die Museumsgründung von Anfang an miterlebt habe. „Man weiß, was sich damals zugetragen hat und mit sehr, sehr viel Arbeit verbunden war“, erinnerte sich Schwarzmann.  So waren zunächst jahrelange Vorarbeiten notwendig, bevor überhaupt an die eigentliche Einrichtung des Museum gedacht werden konnte. Eifrig wurden Exponate gesammelt, gepflegt und gerichtet. Damals war es eine Gruppe von Leuten, die beherzt zugriffen und den Mut hatten, aus eigener Kraft ein Museum einzurichten und in Eigenregie zu führen. 1997 war es dann endlich soweit und in der ehemaligen Bürstenfabrik wurde das Bürstenbindermuseum eröffnet - seinerzeit übrigens das erste Museum innerhalb der Verbandsgemeinde Annweiler.

In erster Linie gehe es dem Heimat- und Museumsverein darum, die Heimatgeschichte zu bewahren. Daneben profitiere natürlich der Tourismus von der Einrichtung, die, so berichtete Ortsbürgermeister Schwarzmann nicht ohne Stolz, inzwischen überregionale Bedeutung erlangt habe.

Bild: Ortsbürgermeister Schwarzmann überreicht Otmar Engel die Ehrenurkunde.

Damals vor 15 Jahren habe es Leute bedurft wie Otmar Engel, der 14 Jahre lang als erster Vorsitzender des Museumsvereins tätig war. „Nur mit so Leuten konnte das gemacht werden, was wir geschaffen haben“, lobte der Ortsbürgermeister Engels mehr als engagierten Einsatz. Schwarzmann war es darauf hin eine besondere Freude, Otmar Engel für seine Verdienste um den Heimat- und Museumsverein des Bürstenmacherhandwerks Ramberg zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen.

 

Bild: Auch Bürgermeister Kurt Wagenführer und Anna Engel gratulieren dem Ehrenvorsitzenden.

 

 

Otmar Engel (2.v.l.) wird von Ortsbürgermeister Dieter Schwarzmann (links) zum Ehrenvorsitzenden des Heimat- und Museumsvereins ernannt. Es freuen sich mit ihm seine Ehefrau Anna Engel und Bürgermeister Kurt Wagenführer.

 

Bild: Dank an Doris Herty für ihre unermüdliche Museumsarbeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

Stellvertretend für alle übrigen Helfer wurde außerdem Doris Herty für ihre unermüdliche Museumsarbeit geehrt.

 

 

 

 

 

 

Ein besonderer Dank ging auch an den Jugend- und Seniorenverein für die tolle Winterwald-Dekoration in der Ramburghalle.

 

 

 

„Am Anfang stand eine Idee“, mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Kurt Wagenführer seine Grußworte und erinnerte zunächst an die Geschichte der Ramberger und ihre harte Arbeit in den Bürstenbinderfabriken in der sogenannten „guten alten Zeit“. Neben einer 60 bis 70 Stundenwoche, einem kargen Lohn und kaum Freizeit war sicherlich auch der Vertrieb der Waren über den Marktweg eine unglaubliche Schinderei. Heute werde im Bürstenbindermuseum diese Geschichte Rambergs wieder lebendig. Jedes Exponat habe viel zu erzählen und „ich hoffe“, so Wagenführer, „dass sich unsere Kinder mit dieser Geschichte auseinander setzen und begreifen, was Wohlstand heute im Vergleich zur damaligen Zeit bedeutet.“ Er dankte allen, die vor 15 Jahren den Mut zur Einrichtung des Museums aufbrachten und allen, die bis heute aktiv und erfolgreich mitwirken.

Und dass das Vereinsleben tatsächlich aktiv weitergeht, zeigt sich in dem aktuell geplanten Projekt der „Ramburger Burgenwelt“, die im nächsten Jahr den Besuchern präsentiert werden soll.


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