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VG-Rat beschließt Kommunale Wärmeplanung

Klimafreundlich, bezahlbar und zukunftssicher


Insgesamt wurde der kommunale Wärmeplan in vier Phasen erarbeitet. 1. Bestandsanalyse: Zunächst wurde detailliert erfasst, wieviel Energie im Gebiet der Verbandsgemeinde (VG) verbraucht wird und welche Treibhausgasemissionen dabei entstehen. Damit liegt nun ein klares Bild der Ausgangslage vor. 2. Potenzialanalyse: Darauf aufbauend wurden die Potenziale für erneuerbare Energien und klimafreundliche Wärmeversorgung untersucht. Gemeinsam mit politischen Entscheidungsträgern aus dem Bereich der VG wurden die relevanten Technologien bewertet und priorisiert. 3. Zielszenarien: Im nächsten Schritt wurde ein Zielbild für das Jahr 2040 entwickelt. Die VG verfolgt das Ziel, bis dahin treibhausgasneutral zu werden – und hat nun ein konkretes Szenario, wie dieser Weg gelingen kann. 4. Wärmewendestrategie: Den Abschluss bildet eine Wärmewendestrategie, die als Herzstück des Wärmeplans einen umfangreichen Maßnahmenkatalog enthält. Er zeigt auf, welche Schritte in den kommenden Jahren notwendig sind, um die Wärmeversorgung Schritt für Schritt umzustellen.

Die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung stellte Jessica Scherer, Senior Nachhaltigkeitsberaterin der EWR Climate Connection, am Donnerstag, 5. Februar 2026 dem Verbandsgemeinderat vor, der mehrheitlich dafür stimmte. Damit ist der strategische Rahmen gesteckt. Jetzt beginnt die Phase der Umsetzung.

Für die nächsten fünf Jahre liegt der Schwerpunkt zunächst auf der weiteren Machbarkeitsprüfung ausgewählter Gebiete, um deren Eignung für die Errichtung eines zentralen Wärmenetzes zu bewerten. Dabei wurden drei Fokusgebiete herausgestellt:

  1. Wärmenetzprüfgebiet „VG-Verwaltung und Stadtkern“ in der Stadt Annweiler am Trifels
  2. Wärmenetzprüfgebiet „Schule und Löwensteinhalle“ in Albersweiler
  3. Wärmenetzprüfgebiet „Kanalstraße – Hauptstraße“ in Ramberg

 

Neben diesen drei Fokusmaßnahmen gibt es weitere Wärmenetzprüfgebiete, deren Umsetzung ebenfalls innerhalb der kommenden fünf Jahre vertieft untersucht werden soll. Gleichzeitig setzt die VG nicht nur auf technische Lösungen, sondern auch auf Information, Aufklärung und Motivation. Geplant sind Maßnahmen zur Kommunikation rund um energetische Sanierung und Heizungstausch. Zudem soll innerhalb der Verwaltung geprüft werden, ob kommunale Förderangebote, ähnlich den bereits über KIPKI-Mittel ermöglichten Unterstützungen, eingerichtet werden können.

Die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung und der vollständige Wärmeplan können auf der Website der VG eingesehen werden: Kommunale Wärmeplanung | Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels. Weitere Informationen erteilt der Klimaschutzmanager der VG, Herr Masanek, unter Tel. 06346 301-147 oder per Mail: lmasanek@annweiler.rlp.de.

Die räumliche Verteilung der primären Heizsysteme auf Gebäudeblockebene in der VG Annweiler am Trifels