ZEITpunkt und STANDpunkt

Ausstellung Malerei und Plastik

 

„ZEITpunkt STANDpunkt – Malerei und Plastik“ lautet der Titel einer Ausstellung im schmucken, ansprechenden Museum unterm Trifels in Annweiler. Auf sechs Räume verteilt sind vom 19. April bis zum 21. Mai die Arbeiten der Künstler Armin H. Bisson aus Wörth und Petra Weiner-Jansen aus Gossersweiler-Stein zu sehen.

Bild1 - Ausstellung Zeitpunkt und StandpunktGeboren 1957 in Landau, begann das Leben des Malers Armin Bisson ganz klassisch: Schule, Berufsausbildung, Familiengründung. Das Übliche eben. Sein tieferes Interesse für Kunst entdeckte er erst als Mittdreißiger. Doch erst mit 42 Jahren wagte er sich künstlerisch tätig zu sein. Im Grunde hat er nur deshalb mit seiner Kunst „Lyrrealismus“ begonnen, weil er niemand für die malerische Umsetzung seiner Ideen gewinnen konnte.

„Lyrrealismus“, darunter versteht Bisson im wahrsten Sinne des Wortes seine in Versen gefassten Vorstellungen zugleich auf die Leinwand zu transportieren. Es sind vor allem Ideen und Gedanken zu zwischenmenschlichen und persönlichen Befindlichkeiten, Themen aus der Mitte unseres Lebens und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Entwicklungen, die Bisson zu einem realistischen Kunstwerk in Wort und Bild vereinigt. Eine überaus spannende und belebende Entdeckungsreise, deren Früchte in Form von 23 Ölgemälden und 10 Zeichnungen im Museum unterm Trifels zu bewundern sind.

 

Im reizvollen Kontrast zu den Malereien Bissons stehen die 20 Plastiken von Petra WeinBild2 - Ausstellung Zeitpunkt und Standpunkter-Jansen, die unlängst mit Arbeiten in der Ausstellung „PfalzArt“ in Berlin vertreten war. Die seit 1997 in der Südpfalz lebende Künstlerin arbeitet nicht planerisch. Die Formen ihrer Plastiken entstehen bei dem Prozess der Gestaltwerdung. Sie lässt ihre Kunstwerke einfach geschehen, ihre Hände fließen, spontan und einem inneren Gefühl gehorchend. Kreation zeigt sich in diesem Sinne nicht als zwingende Manifestation einer realen Welt, sondern als eine direkte Übertragung kraftvoller und unbewusster Empfindungen. Weiner-Jansen sucht nicht das Ziel, sondern findet es. Dabei vertraut sie der Weisheit ihrer Hände.

Mit Hilfe weicher und plastisch gut formbarer Tonerde „findet“ die bis 1987 tätige Lehrerin in Kunst und Geschichte ihre Figuren, sowohl formal als auch inhaltlich. Im bildhauerischen Umformungsverfahren mittels Gips ist das Arbeitsergebnis eine Plastik aus Beton, zwischen 65 – 130 cm hoch. Die „Figur-Findungen“ wirken teilweise anmutig, zart wie Porzellan-Figurinen aus vergangenen Zeiten, erinnern aber durch ihre raue, porige und rissige Oberflächenbeschaffenheit an die Jetztzeit.

 

„ZEITpunkt STANDpunkt – Malerei und Plastik“

Ausstellungsdauer: 19. April – 21. Mai 2009


 

Öffnungszeiten:

15. März bis 01. November:
Dienstag - Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr

02. November bis 14. März:
Samstag und Sonntag von 13.00 bis 17.00 Uhr

Preise:
Erwachsene 2,60 Euro, Gruppen ab 12 Personen 2,00 Euro, Studenten und Auszubildende 1,80 Euro, Schüler bis 18 Jahre 1,00 Euro, Kinder unter 6 Jahre frei, Familienkarte 6,00 Euro, Gruppenführung pro Person 1,00 Euro.

Führungen nach Vereinbarung

Museum unterm Trifels

Am Schipkapass 4, 76855 Annweiler
Tel.: 06346/1682
Fax: 06346/928017
e-mail: Koelsch.Museum.Annweiler@t-online.de