Hermann Münch, geb. 1951 in Landau/Pfalz, lebt seit vielen Jahren in
Völkersweiler. Der Maler aus Leidenschaft und in seinem zweiten Beruf
Gärtner, besuchte 1970 die Privatkunstschule Rödel in Mannheim und
anschließend in der gleichen Stadt die Fachhochschule für Gestaltung mit
dem Abschluss im Fach Grafik-Design. 1975 und 1976 wurden seine frühen
Arbeiten in der renommierten Villa Streccius in Landau gezeigt. Parallel
dazu wurde Münch Mitglied der Pfälzer Phantasten, mit denen er im
Pfälzer Raum ausstellte. In dieser Zeit unternahm Hermann Münch längere
Reisen, die ihn nach Griechenland, Amerika und Indien führten und
wichtige Impulse für seine weiteren Arbeiten gaben. Durch die
regelmäßige Präsenz beim Rainbow Spirit Festival in Baden-Baden seit
Mitte der 1990er Jahren nahm man Münch auch überregional wahr.
Ausstellung seiner Bilder waren in der Folge in Darmstadt, Dresden und
zwei Mal in der Schweiz zu bewundern.
Im Zentrum der Arbeiten von Hermann Münch, der seit 2002 Mitglied der
Kunstgilde Bad Bergzabern ist, steht die Einbindung des Menschen in
Natur und Landschaft. Es dominieren die spirituellen Beziehungen in der
Auseinandersetzung mit sich selbst, welche spontane Schöpfungen
auslösen, die sich in seiner Aquarelltechnik auf Lackpapier offenbaren.
Dabei handelt es sich um einen langen Prozess, ein Vorwärtsschreiten und
Entwickeln, das sich über Monate hinziehen kann. So entsteht aus einem
anfänglichen Gewirr von Gedanken und Erinnerungen verbunden mit einem
kraftvollen Farberleben und Farbfühlen, das stets auf subtile
Schwankungen und Wahrnehmungen reagiert, ein kraftvolles Bild, das jedem
Betrachter die Möglichkeit eines subjektiven Zugangs eröffnet, als Teil
eines großen Ganzen.
Der Maler selbst meint zu seinen Gemälden: „Am Anfang jedes Bildes ist
nur die Farbe. Das, was ich male, entsteht meistens ohne feste Idee oder
Vorgabe. Aus der Flut von tausend farbigen Teilchen ergeben sich Formen
und Bewegungen aus dem Jetzt und verdichten sich mit der Zeit zu einem
Bild, das das ausdrückt, was mich gerade aktuell im Leben, in meinen
Träumen oder in meiner Tiefe beschäftigt. Ich muss dabei oft an das
Chaos denken, aus dem Sterne geboren werden. Manchmal zäh wie Lava,
manchmal leicht wie eine sprudelnde Quelle bildet sich das Gemalte wie
ein Spiegel meines inneren Seins und meines alltäglichen Lebens. Ich
musste erst lernen, dass Fische im Himmel schwimmen können, ich musste
erst lernen, dass freie Menschen und wilde Tiere gemeinsam auf Reisen
gehen können, ohne sich gegenseitig zu bekämpfen oder zu verschlingen.
Erst in den letzten Jahren konnte ich den Tod in meinen Bilderwelten
willkommen heißen. Jetzt kann ich sehen, dass die Suche nach Freiheit,
die Suche nach dem Licht nicht ohne tiefe Wurzeln in unserer Mutter Erde
passieren kann.“
Im reizvollen Kontrast zu den 36 farbgewaltigen
Bildern von Münch stehen 22 Skulpturen aus dem asiatischen Raum. Die
zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert entstandenen buddhistischen und
hinduistischen Plastiken aus einer Privatsammlung runden die
Zweidimensionalität der ausgestellten Gemälde harmonisch ab.