Blicke auf Annweiler und Trifels

Gemälde, Zeichnungen, alte Fotografien, historische Karten und Objekte

 

Stimmungsvolle Gemälde, Zeichnungen, Lithografien und Radierungen, welche den unverwechselbaren Zauber von Annweiler und der Burg Trifels in den letzten 250 Jahren festgehalten haben, stehen im Mittelpunkt der neuen Ausstellung „Blicke auf Annweiler und Trifels“ im Museum unterm Trifels. Stadtpanoramen aus dem 18. – 20. Jahrhundert zeigen längst vergangene Ansichten der Trifelsstadt und der ehemaligen Reichsburg. Moderne Wahrnehmungen spiegeln sich in den Werken noch lebender Künstler nieder.

Bild: Hermann Maurer, Annweiler, Öl auf Leinwand, 1916
Die dargestellten Malereien gehören zu den Beständen der Graphischen Sammlung des Museums unterm Trifels, die in den letzten 10 Jahren dank großzügiger Sponsoren angekauft werden konnten oder als gönnerhafte Spende eingingen und nun zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert werden. Unter den Künstlern befinden sich so klangvolle Namen wie August Croissant, der gleich mit drei Gemälden vertreten ist, Karl Graf, Hanns Fay, Otto Dill, Robert Lauth und Hermann Maurer, der mit seinem feinsinnigen Naturalismus besonders beeindruckend die atmosphärische Stimmung der Natur in ihrem facettenreichen Licht- und Schattenspiel einfängt.
Bild: August Croissant, Trifels, Aquarell, 1938
Neben den grafischen Arbeiten sind in der Ausstellung auch alte Ansichtskarten und Fotografien zu sehen, welche die Veränderungen von Stadt und Burg dokumentieren. Dazu gehören auch einige Fotografien unmittelbar nach dem desaströsen Bombardement, das sich am 29. Dez. 2009 zum 65. Mal jährte. Ein imposantes Fragment einer Fliegerbombe und ein Steinbruchstück des zerstörten alten Rathauses in der Ausstellung stehen symbolhaft für die tiefen Wunden, welche die Stadt an diesem grauenvollen Tag erleiden musste.

An weiteren interessanten Exponaten zeigt die die aktuelle Schau Münzen, wie Denare und Halbbrakteate, welche im 12. und 13. Jahrhundert in der mittelalterlichen Münzstätte in Annweiler geschlagen wurden. Auch Inflationsgeld aus den 1920er Jahren mit Motiven von Stadt und Burg, eine Säule aus einem Haus in Annweiler, deren Datierung noch offen ist, etliche Emailleprodukte der Firma Ullrich, wie u. a. der Krönungsbecher von Zar Nikolaus II., alte Karten und vieles mehr werden die Ausstellung bereichern.

Rechtzeitig zum Beginn der neuen Schau wird ein neu gestaltetes, aktuelles Bilderbuch zur Geschichte von Annweiler und der Burg Trifels zum Blättern ausliegen. In dem 30-seitigen „Annweiler Bilderbogen“ findet der Besucher die wesentlichen Urkunden, Persönlichkeiten und Fotos, welche die Historie der Stadt und Burg vom 7. Jahrhundert bis 2009 knapp und einprägsam repräsentieren.

Ausstellungsdauer: 9 Januar – 7. März 2010

 

Öffnungszeiten:

15. März bis 01. November:
Dienstag - Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr

02. November bis 14. März:
Samstag und Sonntag von 13.00 bis 17.00 Uhr

Preise:
Erwachsene 2,60 Euro, Gruppen ab 12 Personen 2,00 Euro, Studenten und Auszubildende 1,80 Euro, Schüler bis 18 Jahre 1,00 Euro, Kinder unter 6 Jahre frei, Familienkarte 6,00 Euro, Gruppenführung pro Person 1,00 Euro.

Führungen nach Vereinbarung

Museum unterm Trifels

Am Schipkapass 4, 76855 Annweiler
Tel.: 06346/1682
Fax: 06346/928017
e-mail: Koelsch.Museum.Annweiler@t-online.de