Ausstellung mit Arbeiten von Ludwig Fellner

Aquarelle, Gemälde, Grafiken - Bilder aus sechs Jahrzenten

 

Bild: Stomboli 1952Wandern war eine Leidenschaft des 1917 in Dettenheim/Bayern geborenen Wahlpfälzers, der sich Anfang der 1950er Jahre zu Fuß nach Italien aufmachte und seine Eindrücke malerisch festhielt. Weitere Reisen sollten folgen: Griechenland, Jugoslawien, Spanien, Skandinavien, England, Schottland, Österreich und Schweiz. Zurück blieb ein umfangreiches Werk an Aquarellbildern, die auch die Entwicklung des Künstlers dokumentieren. Ein mutiges, frisches Farbenspiel, manchmal mit expressionistischen Zügen, aufgetragen mit einem breiten, geschwungenen Pinselstrich, das vor allem für seine Frühphase markant ist. In einem mitreißenden Farbensinn dokumentiert er das noch nicht touristisch erschlossene Italien, lässt Landschaften in grandiose Stimmungen erscheinen. Dabei besitzt Fellner das notwendige Gespür sich auf das Wichtige zu konzentrieren und herauszuarbeiten.
Mit zunehmender künstlerischer Reifung werden die Pinselstriche dünner und sicherer, die Farben gemäßigter. Zu dieser Zeit konzentriert er sich auf Darstellungen pfälzischer Landschaften, die sich großer Popularität erfreuen.

Bild: Akt mit blauer Strumpfhose1962Ludwig Fellner wuchs in Bayern auf einem großelterlichen Bauernhof auf. Mit 22 Jahren wurde er in die Wehrmacht einbezogen, war in Italien und Norwegen im Kriegsdienst, später in einem englischen Kriegsgefangenenlager in Ägypten. Vom 2. Weltkrieg heimgekehrt studierte er zwischen 1947 und 1949 an der freien Kunstakademie Mannheim und an der Landeskunstschule Hamburg bei Ivo Hauptmann. Danach folgten die erwähnten Studienreisen. Nach seiner Rückkehr aus Italien eröffnete er 1952 in Heidelberg das „Studio Fellner“. 1953 zog er nach Neustadt/Weinstraße, wo er aktiv bis kurz vor seinem Tod am 16. Mai 2006 im eigenen Atelier in Königsbach arbeitete.

Bild: La Rochelle 1966Fellner war Mitglied zahlreicher Kunstgesellschaften, wie u. a. der Südpfälzischen Kunstgilde, der Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler und erhielt zahlreiche Preise. Seinen ersten Kunstpreis als 12jähriger Schüler von einer Teelichtfirma in Nürtingen: ein Maßanzug.

Der Nachlass von Ludwig Fellner wird in seinem Atelier in Neustadt-Königsbach von seiner Frau verwaltet. Aus der umfangreichen Sammlung zeigt das Museum unterm Trifels seine Frühwerke zwischen 1949 und 1950, die malerisch festgehaltenen Eindrücke seiner Italien- und Griechenlandreise in den 1950er Jahren, zehn Aktaquarelle, die 1962 in der Internationalen Sommerakademie in Salzburg unter Oskar Kokoschka entstanden sind sowie Pfalzbilder aus der späteren Phase. Außer diesen Aquarellen sind Ölbilder und Serigrafien meist mit pfälzischen Landschaften zu sehen.

Die Vernissage findet am Sonntag, 15. Mai, 11 Uhr im Museum unterm Trifels statt.


Ausstellungsdauer: 15. Mai bis 19. Juni 2011


 

Öffnungszeiten:

15. März bis 01. November:
Dienstag - Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr

02. November bis 14. März:
Samstag und Sonntag von 13.00 bis 17.00 Uhr

Preise:
Erwachsene 2,60 Euro, Gruppen ab 12 Personen 2,00 Euro, Studenten und Auszubildende 1,80 Euro, Schüler bis 18 Jahre 1,00 Euro, Kinder unter 6 Jahre frei, Familienkarte 6,00 Euro, Gruppenführung pro Person 1,00 Euro.

Führungen nach Vereinbarung

Museum unterm Trifels

Am Schipkapass 4, 76855 Annweiler
Tel.: 06346/1682
Fax: 06346/928017
e-mail: Koelsch.Museum.Annweiler@t-online.de